Kläranlage ist Umwelt-Investition

Bei „CDU im Dialog“ kamen Thomas Becher und Alexander Groß zu Wort
Seit etwa einem halben Jahr laufen die Arbeiten an der Kläranlage in Lahnstein. Foto: Tobias Lui

Lahnstein. Seit einigen Jahren bietet die CDU-Kreistagsfraktion Rhein-Lahn mit ihrer Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ eine Plattform, um regelmäßig mit Bürgern und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch zu kommen. Vorsitzender Matthias Lammert und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Jens Güllering luden nun zu einer Videokonferenz mit Thomas Becher ein. „Investitionen in den Umweltschutz“ lautet das Thema.

Am Beispiel der Kläranlage in Lahnstein zeigten Werkleiter Thomas Becher und Abwassermeister Alexander Groß, welche Maßnahmen in die Wege geleitet wurden und welche Kosten dies für die Kommune bedeutet. CDU-Kreisvorsitzender Lammert begrüßte mehr als 30 Teilnehmer in der Webkonferenz, unter ihnen der Bürgermeister der Stadt Lahnstein, Adalbert Dornbusch.

Thomas Becher begann mit der Ausgangssituation und der letzten großen Erweiterung der Anlage, die im Jahr 2000 erstellt wurde. Seitdem, so der Referent, wurden etliche Reparaturen und Sanierungsarbeiten durchgeführt: ein Blockheizkraftwerk wurde errichtet, die Rechenanlage erneuert ebenso wie die Klärschlammpresse und das Regenüberlaufbecken. Auch die Trafostation wurde neu erstellt.

Aufgrund einer Studie entschieden dann die Gremien der Stadt Lahnstein und der VG Loreley, die Anlage von Grund auf zu sanieren. Die fertiggestellte Kostenberechnung lag bei 6,3 Millionen Euro. Da es sich um eine förderungsfähige Klimaschutzmaßnahme handelte, konnte ein Fördermittelantrag gestellt werden. 3,9 Millionen Euro habe letztlich die Stadt für die Umweltinvestition zu zahlen, so Thomas Becher. Baubeginn war im August 2020, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Alexander Groß, Abwassermeister und Betriebsleiter der Kläranlage, erläuterte sehr detailliert den Weg des Abwassers. Vom Kanal gelangt das Abwasser in die Rechenanlage, dann in den Sand- und Fettfang, von dort in das jetzige Vorklärbecken, welches nach dem Umbau Teil der sogenannten Belebungsanlage wird.

Der Schlamm wird in den Faulturm weitergeleitet, dem Abwasser im Belebungsbecken wird Sauerstoff zugeführt. Im Nachklärbecken setzt sich dann der Überschussschlamm ab. Das gereinigte Abwasser geht in den Vorfluter, also den Rhein.

Die geplanten Ziele, so Becher abschließend, seien eine dauerhafte Verbesserung der Reinigungsleistung (weniger Stickstoff und Phosphat), eine deutliche Energieeinsparung (rund 20 Prozent) sowie eine moderne, digitale Steuerungs- und Auswertungstechnik. Jens Güllering dankte den beiden Referenten.

Mittwoch, 21. April 2021
Rhein-Lahn-Zeitung Bad Ems, Seite 21

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Thomas Becher
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